Schmuck


Bild: © SHM  Statens Historiska museet
Oval Schalenspangen, Typ P 51, 10. Jh.
Birka, Schwarze ErdeSHM 474

Ovale Schalenspangen ist die zahlreichste skand. Fibelform, sie tritt  im gesamten skandinavischen Kulturbereich auf, von Irland bis an die Wolga.
Sie wurde paarweise getragen und jeweils in den Schlaufen/ Träger des Hängerpocks befestigt. Eine Typeneinteilung der gefundenen  Ovalfibel führte Jan Petersen in  „Vikingetide smykker, 1928 durch, die  Typeneinteilung der Birka-Ovalfibeln ist in Arwidsson: Birka II:1 nachzulesen
Häufigste Fibel-Typen in Birka ist  P 37 und  P51 , wobei Typ P51 der gebräuchlichster Typ war (ca 50% des Materilas). Dieser war im 10. Jh. der geläufigste Typ  und ist in zahlreichen Gräbern vertreten .

Replik folgt!



Tierkopf-Fibel, Typ 6 d
Gotland, Havdhem, SHM 17810,
Ende 10.Jh bis ins 12.Jh.
Replik

Tierkopf-Fibeln

Ihr Name rührt daher, dass Ihr Aussehen an eine Tierkopf errinnert. Entsprechend den ovalen Schalenspangen in Rest-Skandinavein, wurde  Tierkopf-Fibeln paarweise getragen und hatten wohl die gleich Funktion, die Schlaufen für den Trägerrock zu halten. Sie  kommen eigentlich nur in Gotland vor und sind i.d.R. aus Bronze.Im Vergleich zu den Ovalfibeln kommen i.A. Vergoldung u. -silberungen weniger vor.

In Gräbern fand man häufig ungleiche Expl., die paarweise getragen wurden
Aufgrund der unterschiedlichen Verzierungen der Fibeln unterteilte man diese  in 7 Typenformen. i.d.R. Bronze,  kommt aber vereinzelt vor

In der Bodenplatte der Fibeln fand man häufig ein Loch, vermutlich für die Befestigung der Geräte- oder Schmuckkettengarnitur.
In den Gräbern finden sich Belege , dass die Fibeln durch Schmuckketten verbunden waren, z.B. Perlenkette zwischen zwei Tierkopffibeln (Gammelgarn GF C9178 Grab 2) und dass an der Fibelnadel  die Geräteketten getragen wurden ( z.B Ire, Gr. 488 u. När GF c 9521 Gr. 2)

In einigen  Fibeln fand man im Hohlraum  kleine Dinge,  z.B. fand man Silberdraht, Kaurischnecke, Pinzette, Bersnteinstücke, Wollebäusche und Faden.

Die Tierkopf-Fibeln sin ausnahmslos einschalig.

Die Anwendungszeit der Fibeln, je nach Typenform von 800 bis s ins 12.Jh. hinein



Ringfibel
gotländ. Typ 8a1(GF dep c747, Eskelhem SHM 8424, Birka Typ V (Grab, 477,644,736),
Im gotländ. Typ 8a und im Birka Typ 5 werden Fibeln mit realistischen  Tierkopfen an den Enden zusammengefasst. Teilweise kommen diese vegoldet, silberplattiert oder auch nur in Bronze vor.  Die Anwendungszeit dieser Fibeln liegt im 10. Jh.. Außer den gefunden Birka-Expl, gibt es 5 ähnliche auf Gotland und  in Haithabu.

© Arbmann: Birka I, Taf. 81
Gleicharmfibel
Birka Typ III A 1, 10. Jh. Grab 1131
Bronze
Gleicharm-Fibeln
Gleicharmfibeln übernehmen, wie die Kleebaltfibeln, die Funktion der Drittfibel, d.h. Mantel- oder Obergewandschließe. Die Lage in den Gräbern ist meist mittig im Hals- oder Brustbereich. Die Hälfte der Spangen haben ein Loch, in dem  Kettenfragmente befestigt waren, die evtl. auch zur Befestigung von persönl. Gebrauchsgegenständen oder
Lt. Hägg  durch Ketten mit den Ovalfiben verbunden gewesen sein. Sie kommt relativ häufig, hauptsächlich in schwedischen Frauengräbern  vor.

Form und Ornamentik sind recht vielfältig, i.d.R. sind sie aus Bronze, kommen aber teilweise mit Vergoldung und Weissmetallbelag vor. Allein in Birka sind aufgrund dieser Vielfalt 5  Typen klassifiziert worden.
Am häufigsten in Birka sog. Typ I A 1 (9.Jh) und Typ III (10Jh. Typ A 1) 

Vermutlich sind sie westeurop. Einfluß, da dort im 7-9-Jh. diese Fibelart gebräuchlich war.

Kette aus Bergkristall und Karneol (fiktiv)
mit 4 Anhängern ( Birka Typ A1 ), Bj Grab 1084  und 2 Granulationanhängern, Grab 943

Bergkristall-Karneolperlenketten waren  v.a. in Schweden und Gotland gebräuchlich und sind als orientalischeer Import, teils roh , teils fertig geschliffen in den Ostseeraum gelangt.
Die Perlen sind. i.d.R. abwechslend aufgezogen und der Form nach immer recht-oder vieleckig.
In Grab 1084 waren 4 gleiche Anhänger an der Kette befestigt, die 2 Granulationsanhänger aus Grab 943 wurden dazugefügt.

Vorbild für die obige Kette diente  Grab 632, in dem verschiedenste  Silberanhänger abwechselnd augezogen waren.(s.u.)

Bild: © SHM  Statens Historiska museet